Die Lions-Clubs LC Limmattal/Schweiz und München Olympiaturm sind sich seit über 10 Jahren in freundschaftlicher Jumelage verbunden, die sie durch regelmäßige Treffen pflegen. Bregenz ist der geographische Median zwischen München und dem Limmattal und so war es nur eine Frage der Zeit, sich dort zu den Festspielen zu begegnen, heuer zu deren 80. Jahrestag. Bregenz konkurriert mit den Festspielen von Salzburg und Bayreuth und ist doch in seiner Art welteinmalig: Hinter der Bühnenkulisse gibt es die zweite Kulisse des Bodensees, wenn er in der rubinroten Dämmerung verschwindet. Die Solisten und die Statisten waten im See-Pott, das Bregenzer Markenzeichen. Und die Wetter-Lotterie: Die Tickets bekommt man nur Monate vorher und die Freilicht-Performance bedingt gutes Wetter, sonst findet die Aufführung konzertant im Saal statt und dafür würde niemand hinfahren. Die Vorstände der Clubs, Christoph Lay, Annette Artmann und René Kern, hatten das Treffen für den 22. August 2026 perfekt vorbereitet: Nach der informativen Führung durch die Bühnentechnik gab es ein gepflegtes Diner im Casino-Restaurant als Einstimmung zum Höhepunkt, der Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi unter dem nächtlichen Himmel. Paolo Fantin schuf als Bühnenbild einen zerbrochenen Spiegel von 700 qm Fläche und 28 m Höhe; er widerspiegelt das kurze zerbrechende Leben von Violetta (gesungen von Stacey Alleaume) in seiner Endphase, geprägt von der tragischen Liebe zu Alfredo. Kirill Karabits dirigierte die Wiener Philharmoniker und bedankte sich für den begeisterten Applaus. Ein unvergesslicher Lions-Abend ging zu Ende.
Dr. Dr. Helmut Schmidt, LC München Olympiaturm





